Nicht allen Jugendlichen gelingt der Einstieg in den gewünschten Lehrberuf auf Anhieb: Sie finden vielleicht nicht rechtzeitig eine passende Lehrstelle oder brauchen auf Grund ihrer persönlichen und schulischen Voraussetzungen mehr Zeit. In solchen Situationen ist die Vorlehre ein ideales Brückenangebot.
Während der Vorlehre arbeiten die Jugendlichen drei Tage pro Woche in einem Betrieb oder in einem Privathaushalt und besuchen zusätzlich an zwei Tagen pro Woche den Unterricht an der Schlossbergschule. Sie lernen die praktische Seite ihres künftigen Berufs kennen oder sammeln praktische Erfahrungen in einem Privathaushalt, verbessern ihre persönlichen und schulischen Kompetenzen und können sich durch Engagement profilieren. Damit verbessern sie ihre Chancen bei der Lehrstellensuche.
Die Vorlehre ist das richtige Brückenangebot für Jugendliche, die
- wissen, welchen Beruf sie lernen möchten, aber noch keine passende Lehrstelle gefunden haben,
- für den Einstieg in den angestrebten Lehrberuf noch spezifische Kenntnisse erwerben müssen,
- auch praktisch arbeiten möchten statt ausschliesslich zur Schule zu gehen.
Damit Jugendliche in eine Vorlehre eintreten können, müssen sie
- zwischen 15 und 18 Jahre alt sein,
- dem Unterricht in deutscher Sprache folgen können,
- bereit sein, sich in einem Betrieb und an der Berufsfachschule einzusetzen,
- im Kanton Bern wohnen,
- eine Vorlehrstelle haben.
Einen Vorlehrstelle finden Jugendliche, indem sie
- im Lehrstellennachweis (Lena) nach Vorlehrstellen suchen (www.erz.be.ch/lena),
- aktiv auf Betriebe zugehen mit der Bitte, sie in eine Vorlehre aufzunehmen,
- sich bei der Berufsberatung oder der Schlossbergschule nach entsprechenden Betrieben erkundigen.